Titelbildquelle: Brooke Cagle von Unsplash

Ein Webinar halten. Für alte Hasen, die das schon zig Mal gemacht haben, ist das kein Problem. Doch wie heißt es so schön?

„Alles ist einfach, wenn man es kann.“ Daher ist der Artikel heute für Dich besonders geeignet, wenn Du wenig bis keine Erfahrung mit Webinaren hast.

Im Folgenden möchte ich Dir Tipps geben, wie Du Dein Webinar leichter gestalten kannst und damit vielleicht Vorbehalte abbaust, die bis dato vorhanden sind.

Es gibt Menschen, für die ist so ein Webinar gerade in der Anfangszeit so, als würden sie gegen eine Wand sprechen. Das kann viele Gründe haben, vielleicht erkennst Du Dich in ein paar wieder.

Zum einen kann es generell am Bildschirm liegen, immerhin ist das zu Beginn keine gewohnte Kommunikation. Auch kann es sein, dass nicht jeder seine Kamera einschaltet, Du hörst also nur die Stimmen der Menschen.

Die Begrüßung: Ein guter Einstieg schafft gute Stimmung

Bei mir gab es einige Jahre, in denen ich täglich stundenlang telefoniert habe und ich glaube, die Situation ist der eines Webinars mit ausgeschalteten Kameras gar nicht unähnlich.

Du wirst keine Körpersprache sehen, die Dir signalisiert, wie Deine Gesprächspartnerin oder Dein Gesprächspartner auf das Gesagte reagiert.

Doch auch der Stimme kann man unfassbar viel entnehmen. Du kannst mit ihr entweder alles gewinnen oder verlieren.

Natürlich muss das nicht sein, auch wenn Du Dein Gegenüber nicht siehst, kann man im Laufe eines Webinars noch einiges rausholen.

Also lächle beim Sprechen so, als würdest Du mit einer realen Person reden. Ich kann Dir versprechen, das Lächeln hört man Deiner Stimme an.

“Gibt es ein Geheimnis beim Telefonieren?” genau das habe ich meine damalige Chefin gefragt. Immerhin sehe ich meinen Gesprächspartner nicht. Sie gab mir eine absolut simple Antwort: „Die Begrüßung“.

Den Tipp möchte ich Dir auch geben: Begrüße Dein Publikum, egal ob Du es siehst oder nicht, fröhlich und optimistisch, zeige, dass Du genau weißt was Du tust, selbst wenn das am Anfang noch nicht so ganz stimmt.

Vergiss dabei das Lächeln nicht, denn das Lächeln ist der Grundpfeiler Deines Optimismus. Lass Dich nicht verunsichern, wenn eine*r dabei ist, die/der nicht wirklich auf Dich eingeht, das wird Dir immer wieder passieren.

Nicht jeden wirst Du mit Optimismus erreichen, das sollte auch nicht Dein Ziel sein. Erreiche die, die sich von Deiner Begrüßung anstecken lassen und Du hast das halbe bis dreiviertel Publikum auf Deiner Seite. Hier wird das Sprichwort „Der Ton spielt die Musik“ noch einmal umso wertvoller.

Interaktive Inhalte: Dein Tor zu Deinen Teilnehmenden

Wir sind gerade einmal bei der Begrüßung und dennoch kannst Du schon hier viel erreichen. Natürlich bleibt die Frage, wie soll ich meinen Inhalt gut präsentieren, wenn ich nicht weiß, wie mein Gegenüber reagiert.

Auch hier steckt eigentlich kein großes Geheimnis dahinter. Je interaktiver Du Dein Webinar gestaltest, umso eher wirst Du auch ein Gefühl dafür bekommen, wie Deine Zuschauenden/Zuhörenden ticken.

Und hier gibt es massenhaft Möglichkeiten. Füge zu Deiner eigenen Begrüßung eine ganze Begrüßungsrunde hinzu, so bekommst Du ein Gefühl für die Zuhörenden, da sie in dem Fall dazu aufgefordert werden zu reagieren.

Achte hier einfach ein wenig auf den Tonfall oder die Art wie der Mensch spricht, Du wirst mit jedem Webinar merken, dass Du anfängst viele Feinheiten herauszuhören, je länger Du den unterschiedlichsten Menschen zuhörst.

Wenn es zu viele Teilnehmende sind oder die Zeit für eine Vorstellungsrunde nicht reicht, schlage den Teilnehmer*innen vor, sich im Chat vorzustellen, so können sich die Teilnehmenden untereinander vernetzen und du weißt auch wer dabei war.

Mache Dein Webinar so greifbar wie möglich, erzähle wenn es geht eine Geschichte, damit Du eine emotionale Verbindung aufbauen kannst. Vielleicht sitzt der/die ein oder andere dabei, der/die einige der Beispiele gut aus ihrer oder seiner täglichen Arbeit kennt.

Die Beziehungsebene: Denk an die Situation Deiner Teilnehmenden

Das waren längst nicht alle Möglichkeiten, doch bevor wir uns mehr anschauen, möchte ich kurz darauf eingehen, dass auch der/die Teilnehmer*in sich isoliert fühlen kann. Immerhin sitzt sie oder er nicht in einem Raum voller Menschen.

Im Gegenteil, er/sie sitzt zuhause allein vor dem Endgerät, mit dem das Webinar angeschaut wird. Es fehlt die Körpersprache von Dir und den anderen und damit kann mit Pech auch die Verbindung fehlen.

Sicher hast Du selbst schon an einem Seminar oder dergleichen teilgenommen, wenn nicht erinnere Dich an deine Schulzeit/Unizeit/Berufschulzeit. Kannst Du Dich noch daran erinnern, dass Du mal Fragen hattest, Dich aber nicht getraut hast sie zu stellen, weil Du nicht wusstest, ob Du allein mit der Frage dastehst?

Genau das passiert in einem Webinar nicht nur einmal, sondern das gesamte Webinar über. Im schlimmsten Fall werden so am Ende keine Fragen gestellt, obwohl es noch welche gäbe. Eine Möglichkeit ist, Pausen zu machen und Deine Zuhörenden/Zuschauenden dazu zu animieren, Fragen zu stellen.

Mentimeter und Co.: Lade zur Interaktion ein

Du kannst z.B. mit dem Abfragetool mentimeter.com einige vorab sinnvoll erstellte Umfragen machen. Sie haben den Zweck, die Zuschauenden weiter aufzulockern. Und es hat den Vorteil, dass es die Zuschauenden miteinander verbinden kann. Du hörst nach und nach heraus, welche Zielgruppe Du als Teilnehmende dabei hast.

Ich nehme einfach einmal das Beispiel einer Organisation, die Ehrenamtliche betreuen. Das ist recht allumfassend. Doch das ist es nicht mehr, wenn Du einfach in die Runde fragst, wie viele Ehrenamtliche die Teilnehmenden betreuen. Und mit einer kleinen Frage hast Du mehrere Dinge aufgebaut:

  • Die Teilnehmenden finden Gleichgesinnte
  • Du weißt genau, welche Fragen Du an welche Teilnehmenden richten kannst
  • Du hast das Eis weiter gebrochen

Zusammengefasst sind die sinnvollsten ersten Schritte:

  • Lächle, auch wenn Dich keiner sieht
  • Fördere die Kommunikation
  • Schaffe eine Gemeinschaft
  • Gestalte Dein Webinar lebendig durch eine Begrüßungsrunde, eine Umfrage etc.

Damit hat das Webinar sowohl für Dich als auch die Teilnehmenden einen höheren Nutzen.
Nutze Webinare auch um Ehrenamtliche zu kontaktieren. Aktiviere sie, indem Du zeigst, was Du machst, gib Einblicke in Deine Organisation. Zeige ihnen aber auch, wie sie sich bei Dir einbringen können.

Bei unseren Freunden von “Erzähl davon” findest du noch ein paar sehr hilfreiche Tipps für die Vor- und Nachbereitung Deines Webinars: Erzähl davon – 15 Tipps für Live-Videos und Webinare

Brauchst Du Hilfe oder hast Fragen, wie Du ein Webinar aufbauen und strukturieren sollst, dann wende Dich gerne an helpteers.net
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