Bildquelle: Austin Distel von Unsplash

Das Internet ist keine Zeitung, doch was meinen wir damit? In aller Regel ist es so, dass Organisationen ein Inserat schalten, wenn sie eine bestimmte Stelle besetzen wollen. Dabei spielt es noch keine Rolle, um welche Position es geht. Es kann eine vakante Stelle sein, ein neues Projekt für das Personal gebraucht wird oder engagierte Menschen gesucht werden, die der Organisation helfen möchten.

Auch die Plattformen können unterschiedlich ausfallen. Dabei kann es sich um eine Ehrenamtsagentur oder eine andere Plattform, die im sozialen Bereich gängig ist, handeln. (Schaut gerne in unsere Liste von Engagement-Plattformen nach einer passenden Lösung.)

Gleiches würde man in einer Zeitung tun. Wie bei einem Zeitungsinserat melden sich Personen und kommen anschließend für ein Gespräch vorbei. In diesem Gespräch findet sowohl Ihr als auch die Person raus, ob Organisation und Person zusammenpassen. Läuft alles gut, hat man eine/n Engagierte/n, der die Organisation unterstützt. Das ist jedoch nicht nicht immer der beste Weg.

Wie Ihr das Internet für euch nutzen könnt

Das Internet gibt Euch viel mehr Möglichkeiten. Ihr könnt sichtbar machen, was eure Organisation tut, und baut so eine Beziehung auf. Doch was bedeutet Beziehungsaufbau im Digitalen? Anstatt einfach zu suchen, bietet Ihr Menschen die Möglichkeit an, ein Teil von einer Gemeinschaft zu sein.

Um das besser zu veranschaulichen, zeigen wir kurz auf, wie das Ganze ohne Internet aussehen kann.
Dazu stellen wir die beiden Fragen: Wie findet eine Gemeinde oder Gemeinschaft zusammen und wie kommt es dann dazu, dass Menschen sich für diese engagieren?

Oft sind es gemeinsame Ziele, Interessen und Werte, die Menschen zusammenführen. Dadurch kommen sie zusammen und bilden eine Gemeinschaft.

Kommen wir zum Engagement. Dafür schauen wir auf Pfadfinder oder Kirche. Der erste Schritt für ein Engagement ist das persönliche Interesse. Das bedeutet, dass die Person, die helfen möchte, schon eine Beziehung zu den Pfadfindern oder der Kirche vor Ort hat. Man sieht, dass es gemeinsame Ziele, Interessen und Werte gibt. Auf diese Art und Weise treffen Menschen aufeinander und bilden gemeinsam eine Gemeinschaft.

Was haben ein Fitnessstudio und das Ehrenamt gemeinsam?

Wir geben zu, im ersten Moment klingt es seltsam, von einem Fitnessstudio zu lesen, wenn es um soziale Organisationen und Ehrenamtliche geht. Doch im Grunde gibt es auch hier bestimmte Parameter, die auch eine soziale Organisation auf der Suche nach Ehrenamtlichen hat.

In ein Fitnessstudio geht man, weil man fitter werden möchte. Es besteht also ein persönliches Interesse. Die Frage bleibt, welches Fitnessstudio es werden soll und was ist entscheidend, damit die Person an diesen Ort immer wieder zurückkehrt? Ein Auslöser dafür sind die Menschen, die derjenige dort antreffen kann.

Nicht nur die Atmosphäre muss stimmen, sondern auch die Menschen in dieser Umgebung. Erst dann verweilt eine Person auch freiwillig an einem Ort wie beispielsweise einem Fitnessstudio. Stimmt das Klima nicht oder passen die Menschen, die schon dort ins Fitnessstudio gehen, nicht zu der Person, ist die Chance gering, dass er weiterhin dorthin geht.

Vom Fitnessstudio zum Internet: So findet Ihr Ehrenamtliche

Die zuvor beschriebene Situation könnte Ihr auch mit oder im Internet abbilden. Fragt Euch, was sollen diejenigen, die sich für Euch interessieren, von Euch sehen oder wissen. Wie sollen die Personen eine Beziehung zu Euch aufbauen und wie könnt Ihr das im Digitalen machen? Indem Ihr ihnen zeigt, was Ihr momentan macht und wie sie sich einbringen können.

Das kann auch auf den Plattformen passieren, auf denen Ihr eure Inserate schaltet. Doch der/die Ehrenamtliche kann sehen, was im Moment passiert, welche Möglichkeiten er/sie hat, um sich zu engagieren. So baut die Person schon eine Beziehung zu Euch auf. Im idealen Fall führt das dazu, dass die Entscheidung fällt, dass sich diese Person bei Euch engagieren möchte.

Ein Fitnessstudio hat dafür das Probeabo. Der Suchende kann sich anschauen, ob das Umfeld und die Menschen etwas für ihn sind. Ihr könnt dem/der Engagierten die Möglichkeit auf ein Probeengagement geben.
Dabei lernt Ihr die Person kennen. Die Person lernt Euch und eine Organisation auch besser kennen. Und mit etwas Glück bleibt die Person nach dem Probeengagement. So baut Ihr auf Dauer eine langfristige Beziehung zu der jeweiligen ehrenamtlichen Person auf.

Wie Ihr die Ehrenamtlichen auf Euch aufmerksam macht

So nutzt Ihr das Internet nicht als Zeitung oder für die Jobsuche, sondern Ihr baut mithilfe des World Wide Web eine Beziehung zu anderen engagierten Menschen auf. Ein Tipp: Es gibt eine Sache, die Ihr durchaus wie in einer Zeitung machen könnt. Eine Zeitung sowie die enthaltenen Anzeigen sind nur für eine bestimmte Zeit zugänglich. Das bedeutet also auch, dass Suchende unter einem gewissen Zeitdruck stehen und handeln müssen.

Auf Onlineplattformen scheinen Anzeigen dauerhaft sichtbar zu sein. Manchmal kann es sinnvoll sein, direkt eine Frist zu setzen und die Ausschreibung nach der Frist auch offline zu nehmen.

Das gibt Euch mehr Planbarkeit und der Ehrenamtliche wird schneller handeln, wenn er Teil Eurer Gemeinschaft werden möchte. Probiert es einfach aus. Wir wünschen Euch viel Erfolg. Sollten fragen aufkommen, schreibt uns gerne an.