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Fragt ihr Euch, ob das digitale Ehrenamt etwas für Euch und Eure Organisation wäre?

Wir möchten mit diesem Artikel einmal drei Punkte durchgehen, die Euch zeigen sollen, ob Ihr entweder gut dafür vorbereitet wärt oder was Ihr beachten müsst, wenn Ihr es umsetzen möchtet.
Digital innerhalb der Organisation kommunizieren

  1. Innerhalb Eurer Organisation sollte die Kommunikation ebenfalls digital ablaufen.

Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Vielleicht via einer WhatsApp Gruppe oder einer Facebook Gruppe, auch wenn dies nicht Eure erste Wahl sein sollte, da beides datenschutztechnisch nicht mit der DSGVO konform geht. Allgemein solltet ihr die Tools, die ihr zur Kommunikation nutzt, vorher auf Datensicherheit überprüfen.

Damit beziehen wir uns nicht nur auf WhatsApp oder Facebook, sondern auf jeglichen Messenger, der zur kollaborativen Arbeit genutzt werden kann.

Eine Übersicht über einige Messenger und eine Übersicht, welche Hintergründe es hat, dass sich WhatsApp nicht eignet, findet Ihr in dem Artikel von sozial-pr: “Messenger für die Soziale Arbeit: Meine Übersicht und Erfahrung

Aber um eine grobe Richtung zu geben, schlagen wir Messenger wie Slack oder MS Microsoft vor. Mit diesen Messenger seid ihr relativ sicher unterwegs und könnt sehr gut kollaborativ miteinander kommunizieren.


Doch warum innerhalb der Organisation auf eine digitale Kommunikationslösung setzen?


Wenn ihr jemanden rein digital einbinden möchtet, dann ist die Chance groß, dass diese Person natürlich Teil Eurer Organisation wird. Um zu helfen, möchte sie wissen was passiert, interne Abläufe verstehen und natürlich eingebunden werden. Es sollte nicht nur auf der informativen Ebene bleiben, sondern die Person sollte sich wohl fühlen können, selbst dann, wenn sie nicht vor Ort bei Euch arbeitet.

In unserem Artikel „E-Mail oder Messenger für Teams: Was ist der Unterschied? “ haben wir erläutert wieso kollaborative Kommunikation sinnvoll ist. Gleiches gilt hier.

Klar, via Telefon oder E-Mail könnt ihr sicher mit euren Ehrenamtlichen kommunizieren, aber das ist relativ unpersönlich, gerade dann, wenn Ihr eine lange Zusammenarbeit mit der Ehrenamtsorganisation anstrebt. Leichter ist es da, die Person oder Personen in eine Gruppe zu ziehen, wo ihr schnell und in Echtzeit alles Wichtige kommunizieren könnt.

Doch dabei bleibt es nicht, es können auch Emotionen besser kommuniziert, persönliches ausgetauscht und Gruppen aufgebaut werden. Alles weitere Aspekte, um eine lange Zusammenarbeit anzustreben.

Ein zusätzlicher Faktor kann natürlich sein, dass die ehrenamtliche Organisation gar nicht vor Ort ist. Gerade, wenn sie vielleicht bei internen Angelegenheiten helfen möchte – wie z.B beim Aufbau von Social Media oder anderen digitalen Sachen – muss die Organisation auch gar nicht vor Ort sein, es reicht vollkommen aus, sich digital zu verständigen und das klappt mit einem kollaborativen Tool besser als per E-Mail.

Ist die Kommunikation in Eurer Organisation schon digital? Wenn nicht, dann weißt du jetzt woran Du arbeiten solltest. Wir versprechen, auch wenn es Arbeit erfordert digitale Kommunikation einzubauen, so wird es nach der Einführung eine Erleichterung sein.

Da wir ja über digitale Kommunikation intern geschrieben haben, kommen wir jetzt zum zweiten Punkt, der sich mit digitaler Kommunikation nach außen hin befasst:

2. Auch die Kommunikation nach außen sollte digital ablaufen

Damit ist Social Media gemeint, denn über digitale Kanäle zeigt Ihr wer Ihr seid, was Ihr macht und worum es Euch geht. Ihr könnt mit anderen in eine offene Kommunikation treten und somit Euer Handeln sichtbar machen.

Wir sind uns bewusst, dass das kein Schritt ist, der einfach mal eben gemacht ist, jedoch ist es ein wichtiger Schritt. In einem anderen Artikel schrieben wir darüber, dass sich die Mittel und Wege der Kommunikation zu neuen Ehrenamtlichen hin verändert hat und dazu gehört Social Media dazu. Im schlimmsten Fall wirkt Ihr verschlossen, wenn Ihr die Kommunikation auf digitalen Kanälen zu lange nach hinten schiebt.

Je weiter Ihr also Eure sozialen Kanäle ausgebaut habt und sie für eine offene Kommunikation nutzen könnt, umso eher findet Ihr Ehrenamtliche, die in diesem Bereich besonders häufig unterwegs sind.

Es kann quasi gesagt werden, was damals die öffentliche Informationsveranstaltung war, ist heute das Social Media. Natürlich fallen solche Veranstaltung nicht weg, aber sie sprechen eine andere Zielgruppe an als jene, die ihr digital erreicht.

Auch können z.B Facebook Gruppen genutzt werden. Mit solchen Gruppen ist Kommunikation einfach, es bedarf nur leider Zeit und Geduld. Social Media funktioniert nicht von heute auf morgen. Es ist nicht damit getan eine Facebook-Seite zu eröffnen und sich zu sagen, damit bin ich digital präsent.


Mit kleinen Schritten kommt Ihr ans Ziel der digitalen Kanäle


Daher erwartet niemand, dass Ihr diesen Schritt jetzt sofort in Perfektion umsetzt. Das muss gut geplant werden, damit Ihr Euch mit der zusätzlichen Arbeit nicht ausversehen selbst ein Bein stellt. Aber jeder erste Schritt dorthin macht Euch auf lange Sicht das Leben etwas leichter. Ich mache jedoch kein Geheimnis daraus, dass es dauern wird bis Routine darin besteht, digitale Kanäle so zu nutzen, dass Ihr es quasi Nebenher macht.

Und wer weiß, vielleicht findet ihr ja genau über solche digitalen Kanäle eine:n Ehrenamtliche:n, die/der Eure Organisation gerne gerade darin unterstützen möchte? Dahingehend sollte man niemals „nie“ sagen.
Kommen wir zum letzten Punkt.

3. Macht ein konkretes Angebot für ein digitales Engagement

Digitales Ehrenamt bedeutet in kleinen Schritten zu arbeiten. Fangt mit einer Person an, die ihr digital einbindet und beobachtet, wie es gemeinsam läuft. Dabei kann es wichtig sein zu beobachten, ob die/der Ehrenamtliche sich gut in Euer System einfindet, sich gut einbringt oder vielleicht auch einfach, ob die Wellenlänge gemeinsam stimmt.

Schaut ebenfalls, wozu Ihr jemanden aus dem Ehrenamt digital gebrauchen könnt. Oben habe ich angemerkt, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist online präsent zu sein, da Ihr so vielleicht eine:n Ehrenamtliche:n findet, die/der sich um Euren Social Media Auftritt kümmert. Ihr könnt natürlich auch ganz offensichtlich danach suchen.

Auch andere digitale Bereiche wie IT und dergleichen sind eine gute Möglichkeit eine:n Ehrenamtliche:n digital einzubinden. Habt Ihr die Hürde genommen, mit der ersten Person digital gut klar zu kommen, dann macht Schritt für Schritt weiter. Bindet immer mehr Personen ein, aber bleibt dabei in Eurem Tempo.

Nur so könnt Ihr für Euch gewährleisten, dass ihr nichts überstürzt und es zu viel auf einmal wird. Irgendwann ist es vielleicht sogar möglich, dass Ihr Euer Ehrenamt komplett digital laufen lassen könnt. Aber das ist digitale Musik, die weit in der Zukunft liegt 😉

Gibt es Punkte, die bei Euch schon ausgebaut sind?

Egal wie die Antwort ausfällt, ihr wisst damit genau wo Ihr steht. Müsst ihr noch an allen Punkten arbeiten, dann geht sie Schritt für Schritt durch. Keiner der drei Punkte macht Ihr mal eben. Es dauert so lange es dauert, bis Ihr in Eurer Organisation kollaborative Kommunikation eingeführt habt, genauso lange wie Ihr braucht, dauert es bis Eure digitalen Kanäle stehen und ebenso ist es mit dem digitalen Angebot für digitales Engagement von außen.

Habt Ihr schon ein oder auch zwei oder gar alle drei Punkte, dann habt ihr alles was Ihr braucht für ein digitales Ehrenamt.

Wenn Ihr wissen möchtet, wie der Weg dorthin klappt oder es Stück für Stück rausfinden wollt, dann kontaktiert uns und wir helfen Euch gerne dabei.
Denn gemeinsam können wir die Welt bewegen.