Die Digitalisierung stößt die größte gesellschaftliche Umwälzung seit der Industrialisierung an. Diese Transformation verändert auch das Engagement und dies ist mittlerweile auch für viele Vereine und Organisationen spürbar.

Was genau die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Engagement sind, wird gut in dem Themenheft der Stiftung Mercator Schweiz: Freiwilliges Engagement in einer digitalisierten Welt beschrieben.

Weiterhin viel Engagement

Es gibt nicht zu wenig engagierte Menschen und auch bestehende Vereine stehen meist nicht auf einmal ohne engagierte Unterstützende da. Durch die Digitalisierung tut sich jedoch eine Schere auf. Eine Schere, die diejenigen, die nicht wissen wie sie mit der Digitalisierung umgehen sollen von denjenigen trennt, die sie nutzen. Diejenigen, die mit digitalen Medien umzugehen wissen, aktivieren scheinbar spielend Unterstützende. Dies hat nur vordergründig etwas mit dem jeweiligen Thema zu tun. Es ist vor allem die Herangehensweise, die zu mehr aktiver Beteiligung führt.

Doch wie gehe ich als Verantwortliche*r für die freiwillig Engagierten und Ehrenamtlichen mit dieser Änderung um? Wie kann ich die Digitalisierung nutzen, um meine Ziele zu erreichen? Wie schaffe ich es, engagierte Unterstützende zu gewinnen, um langfristig das Ziel des Vereins umzusetzen und die Wirkung zu vergrößern?

Viele Tipps, wenig Konkretes

Die Antworten, die auf vielen Seiten und vielen Artikeln zu lesen sind, lauten in etwa so: Werde sichtbar, habe eine ansprechende Webseite, sei in Social Media präsent, nutze Storytelling, baue eine Community auf.

Doch wie genau geht das und wie werden aus Online-Unterstützenden wirklich Helfende im realen Leben?

Von der Kommunikation zur Aktion

Die Vernetzung online zu nutzen, bedeutet zu kommunizieren. Es bedeutet zu informieren und in den Austausch zu treten. Wie bei einer Vereinssitzung muss die passende Anrede, das Gleichgewicht zwischen Information und Austausch gefunden werden. Das ist ein Prozess und eine herangehensweise, die gelernt werden kann. Wie bei einem gelungenen Treffen von allen Unterstützenden eines Vereins, bei dem das Erreichte sichtbar wird und gemeinsam die Zukunft gestaltet wird, entsteht eine Gemeinschaft. Eine solche Gemeinschaft bewegt etwas. Dazu muss jeder wissen wie er sich einbringen kann und was seine Rolle ist.

Vor einem Treffen wissen die Beteiligten auch nicht genau worauf sie sich einlassen. Das ist online genauso. Der Ton der Kommunikation wird durch die eigenen Worte gesetzt. Treffen diese beim gegenüber auf Anklang, wird eine Beziehung aufgebaut. Zuerst besteht die Beziehung nur aus einem einfachen “Gefällt mir”. Aus vielen “Gefällt mir” entsteht eine Verbundenheit. “Man kennt sich.”

Offene Türen online sichtbar machen

Wenn der Verein sich öffnet, kann aus dieser Verbundenheit ein Schritt durch die offene Tür werden. Dieser Schritt wird gegangen, wenn eine Vorstellung entstanden ist, wie es hinter der Tür aussieht und wie man selber in den Raum hinter der Tür passt. Was ist die eigene Rolle und Aufgabe. Was kann jeder einzelne konkret beitragen, um das große Ganze zu schaffen?

Digital langfristig Ehrenamtliche finden

Um langfristig Unterstützende für den eigenen Verein zu gewinnen, ist es unablässig digitale Medien zu nutzen. Vor dem Internet waren Informationen und Räume verbunden. Ich musste beispielsweise in eine Bibliothek gehen, um zu recherchieren oder ich bin zu einem Treffen gegangen, um mich zu informieren. Durch die Digitalisierung wurde die Information vom Raum getrennt. Ich kann mich jederzeit, überall, zu allem informieren. Viele gehen nirgends hin, ohne sich zuvor eingehend zu informieren. Reine Informationsveranstaltungen sind zu spärlich besuchten Veranstaltungen geworden. Veranstaltungen sind zu Orten des direkten Austauschs geworden, bei denen an die Online-Kommunikation angeknüpft wird. Bei dem diese erste Verbindung auf persönlicher Ebene gefestigt wird. Bei der alle Beteiligten aktiv beitragen.

Doch wo beginne ich mit meinen Aktivitäten online? Was sind die ersten Schritte, um Menschen über digitale Kanäle zu aktivieren? Wie wird aus einem “Gefällt mir” ein*e freiwillig Engagierte*r? Wie werden aus Unterstützenden langfristige Ehrenamtliche?

Workshop: Menschen über digitale Kanäle aktivieren

Diese Fragen beantworten wir in unseren Workshops. Hier erarbeiten wir konkrete Schritte wie dein Verein die Digitalisierung für die Gewinnung von Ehrenamtlichen nutzen kann.

Der Workshop gibt dir klare Schritte, wie du die Vernetzung online nutzen kannst, um offline etwas zu bewegen. Du lernst einen Prozess, der zu mehr Engagement führt.

Am 23. und 24.5.2019 veranstalten wir bei der Paritätische Akademie NRW einen Workshop der für alle offen ist.

Sollte ich die Digitalisierung für die Aktivierung nutzen?

Diese Fragen werden in dem kostenlosen Webinar “Menschen über digitale Kanäle aktivieren”  beantwortet. Die Teilnehmer bekommen einen Überblick über die Veränderungen und einen Einblick in konkrete Möglichkeiten der Digitalisierung.

Kostenloses Webinar

Das Webinar “Menschen über digitale Kanäle aktivieren” zeigt dir, wie online geknüpfte Verbindungen zu einem aktiven Engagement in der realen Welt führen. Dieses Wissen wird dich und deinen Verein bei eurer wertvollen Arbeit unterstützen. Das Webinar hilft dir zu entscheiden, ob ein intensiver Workshop die Wirkung deiner Organisation vergrößern kann.

Wenn du bei dem Webinar dabei sein möchtest, dann melde dich hier an.

Kostenloses Webinar: “Menschen über digitale Kanäle aktivieren”

Am Montag 6. Mai 2019, um 12:00 Uhr.

Autor: Georg Staebner

Georg Staebner ist der Gründer von helpteers. Mit helpteers baut er Brücken zwischen Technologie und Sozialem, für mehr selbstwirksames Handeln im Engagement und bei der Arbeit. In seinem Podcast HeldenUndVisionaere.de lässt er Menschen, die Verbesserungen in der Gesellschaft angestoßen haben, ihre persönliche Geschichte erzählen, um andere zu inspirieren aktiv zu werden.